Wichtige Hinweise

Anwendung

Beim Fahrzeug ist kein Umbau nötig!

Grundsätzlich kann man problemlos alle Nutzfahrzeuge mit einem Gemisch bis 30% Biodiesel (B30) betanken. Je nach Nutzfahrzeugtyp auch reiner Biodiesel (B100). 
Alle PW's sind generell B7 (7% Biodiesel-Anteil) tauglich, ohne Garantieverluste des Autoherstellers.

Hinweise Logistik

Betreffend dem Sicherheitsaspekt (Transport und Lagerung) hat der Biodiesel einen grossen Vorteil gegenüber dem Mineralöldiesel. Biodiesel hat einen tiefen Flammpunkt und weitere Merkmale, die ein geringes Gefährdungspotential ausweisen. 
Biodiesel ist deshalb kein Gefahrengut!

Bei der Lagerung ist die Lagerdauer zu beachten. Biodiesel kann problemlos acht bis neun Monate gelagert werden. Bei Lagerung über eine längere Zeit sind Additive notwendig.

Hinweise Technik

Biodiesel ist kein Mineralöldiesel! Deshalb müssen beim Einsatz seine Besonderheiten beachtet werden.

Wenn ein Nutzfahrzeug längere Zeit mit normalem Diesel betrieben wurde und nun auf Biodiesel B100 oder Biodieselgemisch ab B20 gewechselt wird, ist ein Wechsel des Kraftstofffilters nach der zweiten oder dritten Tankfüllung nötig.

Da sich reiner Biodiesel wie ein Lösungsmittel verhält, werden Dieselkraftstoffrückstände in den Leitungen gelöst und verstopfen langsam den Kraftstofffilter. Der Dreck im Filter kann durch den Filterwechsel vollständig entfernt werden.

Bei der Nutzung von B100 sollte man regelmässige Kontrollen des Kraftstoffsystems durchführen. Gegebenenfalls können angegriffene Gummi oder Kunststoff-Materialien die nicht Biodieselresistent sind, preiswert und schnell Ausgewechselt werden.

Ein letzter Hinweis betrifft noch die Ölwechselintervalle. Bei höheren Beimischraten (über B20) verkürzen sich je nach Fahrzeug die Ölwechselinterwalle. Wenn man beabsichtigt mit hohem Biodiesel-Anteil oder mit B100 zu fahren, unbedingt vorzeitig genaue Informationen betreffend Ölwechselintervalle vom Hersteller verlangen.

Vermischung mit Mineralöldiesel

Obwohl die Dichte von Biodiesel geringfügig von der des mineralischen Dieselkraftstoffes abweicht, sind beide Kraftstoffe aufgrund ihrer ähnlichen chemischen Struktur in allen Verhältnissen mischbar. Die Mischungen sind nicht mehr trennbar, bzw. sind absolut homogen.